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SPD-Rebellin Hilde Mattheis – Folge 357

Wir sind zu Gast im Bundestag und treffen Hilde Mattheis, eine der wenigen SozialdemokratInnen im Parlament, die sich gegen die Groko ausgesprochen hatte und auch Angela Merkel ihre Stimme bei der Kanzlerinnenwahl verweigert hat.

Mit Hilde geht es natürlich zuerst um ihren Werdegang: Was hat sie nach dem Abi gemacht? Warum ist sie Lehrerin geworden? Wie viele Bildungsreformen musste sie umsetzen? Wann ist sie in die SPD eingetreten und warum überhaupt? Wie hat sie sich eingebracht und wie kam es 2002 zum Mandat im Bundestag? Hat sie die Agenda-Gesetze der Schröder-Regierung mitgetragen? Hat sie für Hartz 4 gestimmt? Hat Hilde schon mal „falsch“ abgestimmt? Warum ist sie als Lehrerin nicht in den Bildungsausschuss gekommen? Was hat sie stattdessen im Gesundheitsausschuss erreicht? Wie sieht für sie ein ideales Pflegesystem in Deutschland aus? Ist die Bürgerversicherung ein Teufelszeug? Wie steht sie zur Drogenpolitik?

Ist sie eine Sozialistin? Was hat Hilde mit dem „Forum Demokratische Linke“ zu tun? Warum hat sie sich mit Andrea Nahles überworfen? Ist der Mitgliederentscheid zum Koalitionsvertrag fair abgelaufen? Wie soll sich ihre SPD überhaupt „erneuern“?

Das und vieles, vieles mehr in der 357. Folge – wir haben sie am 14. März 2018 im Bundestag aufgenommen.

 

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Links:
– J&N Folge 320 mit Jens Spahn


– J&N in Afghanistan (Playlist)


– J&N Folge 355 mit Emmi Zeulner (CSU)


– J&N mit Bundesdrogenbeauftragte Mortler (CSU)


– J&N Folge 299 mit Marco Bülow


– J&N Folge 330 mit Andrea Nahles

 

4 Kommentare

  1. Auf die Frage, ob Hilde Mattheis bei Bülows Progressive Soziale Plattform unterzeichnet hat, meinte sie, sie könne das nicht machen, weil sie „automatisch alle Mitglieder (ihrer DL21) mitnehmen würde“, und das könne sie nicht machen. Hilde: „Hast Du verstanden warum?“ und Tilo: „Ja.“ Es wäre nett, wenn Du das bitte dann erklären würdest, Tilo.
    Ich verstehe das nicht.
    Für mich ist das eine der berühmten Lernfragen, die ich gerne beantwortet haben möchte. Wieso kann sie nicht als Einzelperson Hilde da unterschreiben? Die Mitglieder der DL21 hätten sich ja (jeder einzelne)fragen können ob das für sie auch passt.
    Zudem glaube ich, dass wir genau daran kranken, dass es hier eine Gruppe, da einen Club und dort einen Verein gibt, die Ähnliches wollen – aber nicht zusammenkommen. Dadurch entsteht keine Kraft, die gesellschaftlich wirklich Einfluss nehmen kann. – Ich hätte mir gewünscht, das Tilo genau da nachhakt.

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  2. ​Zuerst dachte ich: Jetzt haben wir schon die dritte Person (Bülow, Ströbele, Mattheis), die den Eindruck erweckt, gegen die Agenda2010 gestimmt zu haben. Wenn man aber genau hinschaut, haben sie bei Hartz4 ALLE zugestimmt: Mattheis räumt es bei mehrmaligen Nachfragen ein, Bülow hat es von sich aus explizit erwähnt, Ströbele hat es auch zugegeben​. Bei der Abstimmung, die mit der Kanzlerfrage verbunden war(!), gab es, laut Spiegelartikel, nur eine Stimmenthaltung: Werner Schulz​ (Bündnis90). -> Den alten Russlandhasser könnte Tilo übrigens auch mal interviewen.
    Weiterhin fällt auf, dass Frau Mattheis manche Fragen ungern beantwortet, sie lässt es Tilo sagen, um sich den Mund nicht zu verbrennen (z.B. die Sache mit Nahles). Auch der Gegenangriff: „Du hast als Jounalist deine Hausaufgaben nicht gemacht“​ ist typische SPD-Rhetorik; erinnert an das Gabriel-Interview und Jessens Kommentar dazu im Aufwachen-podcast.
    Das ich noch nie etwas vom „Forum Demokratische Linke​“ gehört habe (Tilo spricht es auf seine sarkastische Weise an), spricht nicht für die Öffentlichkeitsarbeit dieser Gruppierung. Vollkommen unglaubwürdig erscheint die Aussage, dass die linke Gruppierung die größte Gruppierung in der Fraktion darstellen soll. Wenn es trotzdem stimmen sollte, dann ist die SPD noch mehr im Arsch als ich bisher annahm.​
    Das Frau Mattheis erstaunt ist, dass die CSU Schnittmengen mit der SPD hat, erstaunt mich wiederum: beides sind soziale Parteien; im sozialen Bereich haben SPD und CSU, wenn man die ideologische Brille abnimmt, mehr Schnittmengen als SPD und CDU.
    Und zum Schluss:
    Wenn Frau Nahles nicht zum „Forum Demokratische Linke​“ gehört, dann ist die verbreitete Darstellung in der Presse, dass Frau Nahles zum linken Flügel gehöre, eine dreiste Lüge. -> Das Frau Nahles nicht links ist, wusste ich anhand ihrer Ergebnisse als Arbeitsministerin schon vorher, bestätigt durch Schröder himself auf dem Parteitag 25.06.2017, als er Nahles in seiner Eröffnungsrede ausdrücklich für ihre Arbeit als Ministerin lobte.

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  3. Schade, dass diese links-übeparteilichen R2G-Netzwerke (etwa Progressive soziale Plattform, dieses geplante Lafontaine-Wagenknecht-Melenchon-Bündnis, das Institut Solidarische Moderne usw…) nicht was zusammen machen können oder wollen, warum auch immer, das wäre aktuell eine echt notwendige Kraft gegen den Neoliberalismus. Gruß Olaf

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