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Annalena Baerbock, Parteivorsitzende der Grünen – Folge 371

Wir sind am Reichstagsufer und treffen Annalena Baerbock, die eine rasante Karriere vorzuweisen hat. 2005 wurde sie Mitglied bei den Grünen. Seit 2013 ist sie Mitglied im Bundestag. Seit Januar 2018 ist sie zusammen mit Robert Habeck Parteivorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen. Annalena stammt aus Niedersachsen, lebt aber heute in Brandenburg. Sie hat in Hamburg und London Politik und Völkerrecht studiert.

Mit Annalena geht’s zunächst um ihre Politisierung: Wann hat sie an ihrer ersten Demo teilgenommen? Wurde sie am Abendtisch durch die Familie politisiert? Warum hat sie sich den Grünen angeschlossen? War die Unterstützung des völkerrechtswidrigen Kriegs im Kosovo aus heutiger Sicht ein Fehler der Grünen? Wie verhandelte sie bei den „Jamaika-Verhandlungen“ um aktuelle völkerrechtswidrige Einsätze der Bundeswehr? Ist Annalena eine Pazifistin?

Fordern die Grünen eigentlich eine Waffenexportausstieg? Warum kann sich Annalena dafür nicht erwärmen? Welchen Länder sollte Deutschland keine Waffen mehr liefern? Wie steht sie zur europäischen Armee? Ist die NATO für sie noch relevant?

Dann geht’s um die Situation in ihrer Wahlheimat: Warum fühlen sich Menschen in Brandenburg abgehängt? Hat grüne Politik dafür eine Mitverantwortung? In was für einer Gesellschaft leben wir heute überhaupt? Ist Annalena eine Antikapitalistin? Hat unter ihrer Führung Daimler-Chef Dieter Zetsche noch Platz auf einem Grünen-Parteitag? Und welche radikale Idee hat sie für die EU?

Das und vieles mehr in Folge 371 – wir haben sie am 5. Juli 2018 in Berlin aufgenommen.

 

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3 Kommentare

  1. Ich habe nicht sehr viel von Frau Baerbock erwartet aber dieses Interview hat mich einfach nur schockiert.
    Die Dame wirkt auf mich wie ein spätpupertierender Teenager ohne die Traute zu haben mit Überzeugung das zu sagen wofür sie eigentlich mit ihrer Partei steht, nämlich für die Bundeswehr, für Kriegseinsätze, pro US-Airbasen.
    Sie ist ausschließlich gegen Atomwaffen,erkennt dabei aber nicht einmal den Zusammenhang zwischen US-Militärpräsenz und den hier stationionierten US-Atomwaffen.
    Um den Zusammenhang zum Fussball herzustellen, vielleicht versteht es Frau Baerbock dann ja auch. Wer die Champions-League gewinnen will, tritt nicht mit der B-Elf in wichtigen Spielen an.
    Eigentlich will sie nichts ändern, nicht bei der Rüstung nicht am Kapitalismus, sieht keine Ellenbogengesellschaft und versteht nicht aus welchem Grund diese entsteht oder in diesem System zwangsweise entstehen muss.

    Ich finde diese Dame einfach nur peinlich, sie passt aber ideal zu ihrem männlichen Pendant dem lieben Herrn Habeck. (FDP-Politik mit pseudo-grünem Anstrich)
    Jeder der im Zusammenhang mit Veränderung und Erhalt des Sozialstaates wie Frau Baerbock von Umverteilen spricht, will garantiert nichts verändern. Oder schießt jemand der ein Spiel gewinnen wil als erstes ein (absichtliches) Eigentor (das Wort umverteilen verwenden in diesem Zusammenhang)

    Umverteilen ist ein Wort das negativ besetzt ist und mit Enteignung gleichgesetzt wird.
    Wer wirklich etwas verändern möchte macht deutlich wie das bestehende System zu Gunsten des Vermögenden/Stärkeren umverteilt und warum dem Einhalt geboten werden muss.
    Wer das nicht tut, will entweder nichts verändern oder ist intellektuell nicht in der Lage das bestehende Geld-/und Wirtschaftssystem zu analysieren und zu verstehen.
    Ohne Frau Baerbock zu Nahe treten zu wollen bei ihr könnte auch beides zutreffen.

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  2. Das jemand, der sind näher mit der UN Charta auseinander gesetzt hat, nun den Kosovo Einsatz rechtfertigt, ist einfach nur traurig. Die Rechtfertigungsgründe wurden auf Lügen aufgebaut. Nicht umsonst gab es kein UN Mandat. Wenn sich die Grünen auf einen Teil der UN Charta berufen und so den Einsatz rechtfertigen, ist dies Selbstjustiz gewesen.

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  3. Welch ein intellektueller Tiefflug. Frau Baerbock mag vielleicht noch als Sprecherin eines Ortsvereins akzeptabel sein, aber als Bundesvorsitzende ist sie eine krasse Fehlbesetzung. Sobald Tilo ihre politischen Positionen zu Nato, Rüstung, Bundeswehrauslandseinsätzen, Kapitalismus und Verteilungsgerechtigkeit wissen wollte kamen von Ihr nur etwas hilflos herausgeschwurbelte Plattitüden. Als ehemaliger Grüner, mit großer Hoffnung 1983 eingetreten, bin ich froh, die Partei nach dem völkerrechtswidrigen Krieg gegen Jugoslawien rechtzeitig verlassen zu haben.

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