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Natasha A. Kelly über Kolonialismus, Rassismus & Afrodeutsche – Folge 494

Wir begrüßen die Kommunikationswissenschaftlerin und Soziologin Natasha A. Kelly im Studio. Natasha ist nicht nur akademische Aktivistin, Autorin, Kuratorin, Filmemacherin, Theaterregisseurin, sondern seit November 2020 auch Bundesvorsitzende von „Die Urbane.Eine HipHop Partei“ (zusammen mit Raphael Hillebrand).

Mit Natasha geht’s um die Geschichte von Rassismus in Deutschland: Wie entstand das rassistische Denken? Was hat das mit Bismark und der deutschen Kolonialgeschichte zu tun? Welche deutschen Interessen wurden in Afrika verfolgt? Wieso konnten weiße Männer den afrikanischen Kontinent unter sich aufteilen? Warum hat Rassismus die Sklaverei legitimiert? Wie hat sich rassistische Denken in der deutschen Sprache und deutschen Gesetzen verfestigt?

Wir sprechen über Natashas Werdegang: Wie ist sie in Deutschland aufgewachsen? Wer hat sie politisiert? Wann fing sie an sich mit afrodeutscher Geschichte und Rassismus zu beschäftigen? Weshalb stellt sie einen Rechtsruck aller deutschen Parteien in den letzten 30 Jahren fest? Wieso scheitert der Rassismus-Diskurs in Deutschland so regelmäßig? Warum und wie wird der strukturelle Rassismus ignoriert? Was ist das überhaupt? Und was können wir tun, dass die Ursachen im System sichtbar werden und schlussendlich verschwinden?

Natasha bewertet die Vorschläge der Bundesregierung zum Kampf gegen Rechtsextremismus sowie Rassismus in Deutschland und erklärt, warum es falsch sei „Rasse“ aus dem Grundgesetz zu streichen bzw. den Begriff zu ersetzen. Sie berichtet von ihren Erfahrung an deutschen Universitäten und wieso Erkenntnisse aus der afrodeutschen Wissenschaft seit Jahrzehnten verklärt werden.

Außerdem geht’s um „Black Studies“ an deutschen Universitäten, emotionale Distanzen, Intersektionalität, Antirassismus und schwarzen Feminismus.

Das und vieles, vieles mehr in Folge 494 – wir haben sie am 16. Dezember 2020 in unserem Berliner „Hans Jessen Showroom“ aufgezeichnet.

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